Funktion

Das Reinigungssystem besteht aus folgenden Reinigungsstufen:

  1. Vorklärung (Trennung durch Schwerkraft) und Schlammspeicher
  2. Biologische Reinigungsstufe mit getauchtem und belüftetem Festbett
  3. Nachklärung
  4. Optionale weitergehende Reinigung durch eine Entkeimungseinheit zur Nutzung des Ablaufs als Brauch- und Bewässerungswasser (wird entsprechend den örtlichen Anforderungen installiert)

Das häusliche Abwasser gelangt zunächst in die Vorklärung. Dort werden Grobstoffe abgeschieden. Das vorgeklärte Abwasser läuft aus der Vorklärung über ein Tauchrohr in die belüftete Reaktorkammer unter das getauchte und belüftete Festbett. das Festbett dient aeroben Mikroorganismen als Aufwuchsfläche.

Ziel dieser biologischen Reinigungsstufe ist der Abbau der im Wasser gelösten organischen und auch anorganischen Stoffe und damit die Verringerung des Eintrags von Nährstoffen in die natürlichen Gewässer. Die Mikroorganismen bilden den sogenannten Biofilm, der mit Hilfe von im Wasser gelösten organischen und anorganischen Verbindungen zu Kohlendioxid und Nitrat veratmet.

Der benötigte Luftsauerstoff wird von Membranrohrbelüftern feinblasig eingebracht. Gleichzeitig kommt es zu einer erwünschten Umwälzung des Beckeninhalts. Die Form des Festbettmaterials begünstigt in Koordination mit der Belüftung einen optimalen Kontakt zwischen Biomasse, Luft und Abwasser. In befüftungsfreien Phasen wird das gebildete Nitrat zu gasförmigen Stickstoff umgewandelt.

Die Mikroorganismen wachsen mit dem Konsum der Nährstoffe und bilden überschüssige Biomasse, die sich durch die Belüftung von den Aufwuchskörpern ablöst.

Das Wasser gelangt von der biologischen Reinigungsstufe in die Nachklärkammer. Diese Stufe dient der Trennung des biologisch gereinigten Wassers von der überschüssigen Biomasse (Überschussschlamm). Der Überschussschlamm setzt sich auf den schrägen Kammerwänden ab und rutscht zu Boden. Mittels Mammutpumpe bzw. Tauchpumpe wird der Schlamm vom Boden der Nachklärkammer in eine Kammer der Vorklärung transportiert, wo er bis zur Schlammabfuhr gespeichert wird.

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